Das Chronische Fatigue-Syndrom (CFS)
Erschöpfung und Schwäche als Krankheit

In der Medizin gibt es bereits seit über 100 Jahren Berichte über Störungen mit extremer Müdigkeit und Erschöpfung, die nach dem neuesten Stand der Wissenschaft dem Chronischen Fatigue-Syndrom zugeordnet würden. Auch heute noch ist die Diagnose dieser Erkrankung nicht einfach. Bei Verdacht auf ein Chronisches Fatigue-Syndrom muß eine Reihe anderer Erkrankungen ausgeschlossen werden, die ebenfalls die extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit bewirken können. Da die Diagnose-Kriterien nicht einheitlich gehandhabt werden, gibt es keine absolut gesicherten Zahlen zur Häufigkeit innerhalb der Bevölkerung.

Dennoch läßt sich die Dimension der Erschöpfung als Krankheit einschätzen, denn die Prävalenzrate liegt bei mindestens 0,2–0,4 %, je nach Diagnose-Kriterien noch deutlich höher. Das bedeutet, daß allein in Deutschland weit über 300.000 Menschen vom Chronischen Fatigue-Syndrom betroffen sind. Die extreme Erschöpfung beginnt am häufigsten im Alter zwischen Anfang 20 und Mitte 40 und betrifft Frauen etwa doppelt so oft wie Männer. 25 % der Menschen mit der Diagnose CFS sind schwer betroffen, d. h. sie sind ans Haus und oft sogar ans Bett gefesselt.

Quellen:

 

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